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🌿 Leitfaden

Raum sparende
Flächenmanagement

Umfassender Leitfaden · Stand: September 2026

Was ist Raum sparende Flächenmanagement?

Das Raum sparende Flächenmanagement ist ein zentrales Element der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. Es umfasst alle Maßnahmen und Instrumente, die darauf abzielen, die Neuinanspruchnahme von Flächen für Siedlungs- und Verkehrszwecke zu reduzieren und stattdessen die vorhandenen Flächen effizienter zu nutzen.

Die Bundesregierung ist für die Koordinierung und Beratung dieser Maßnahmen zuständig, während die konkrete Umsetzung in der Verantwortung der Landesregierungen und der kommunalen Behörden liegt.

Die Ausgangslage: Flächenverbrauch in Deutschland

Die Zahlen sind eindrücklich: Während der letzten 60 Jahre hat sich die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland mehr als verdoppelt. Im Jahr 2017 wurde täglich eine Fläche von rund 58 Hektar neu ausgewiesen – meist zulasten der Landwirtschaft und fruchtbarer Böden. Das entspricht etwa 82 Fußballfeldern pro Tag.

Der Durchschnitt der Jahre 1993 bis 2003 lag noch bei 120 Hektar pro Tag. Es gibt also bereits Fortschritte – aber die Ziele sind ambitioniert und erfordern verstärkte Anstrengungen.

Die nationalen Ziele

Drei Teilstrategien des Flächensparens

Das Umweltbundesamt unterscheidet drei zentrale Teilstrategien:

1. Weniger neue Flächen beanspruchen

Der erste und wichtigste Schritt ist, weniger neue Flächen für Bebauung zu beanspruchen. Das erfordert eine konsequente Politik, die Neuinanspruchnahme durch rechtliche und finanzielle Instrumente zu begrenzen – etwa durch Kontingentierungssysteme oder die Reform von Fehlanreizen wie der Pendlerpauschale.

2. Vorhandene Flächen weiterentwickeln

Der zweite Ansatzpunkt ist die Aktivierung von Innenentwicklungspotenzialen: brachliegende Industrie- und Gewerbeflächen reaktivieren, leerstehende Gebäude nutzen, Baulücken schließen und Nachverdichtung im Bestand ermöglichen. Kommunen spielen hier eine Schlüsselrolle.

3. Effizienter mit Flächen umgehen

Wo Neubau unvermeidlich ist, sollte er so flächeneffizient wie möglich erfolgen: kompakte Bauformen, nutzungsgemischte Quartiere, mehr Geschosse im Wohnungs- und Gewerbebau. Auch hier setzt das Baugesetzbuch (BauGB) wichtige Rahmenbedingungen.

Instrumente und Maßnahmen

Folgende Instrumente und Maßnahmen gelten als besonders zielführend:

Der Aktionsplan Flächensparen

Der Aktionsplan Flächensparen wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt vom Umweltbundesamt erarbeitet. Er bündelt vorhandene Forschungsergebnisse und Aktivitäten, entwickelt Vorschläge zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und macht diese einem breiten Nutzerspektrum zugänglich.

Ein Kernvorschlag des Aktionsplans ist die Einführung eines Kontingentierungssystems, bei dem bundespolitische Flächenverbrauch-Reduktionsziele rechtlich verbindlich operationalisiert werden – entweder durch handelbare Flächenzertifikate oder durch raumordnerische Zuweisung von Flächenkontingenten.

Fazit

Das Raum sparende Flächenmanagement ist eine der zentralen Herausforderungen der deutschen Nachhaltigkeitspolitik. Die Ziele sind klar formuliert – nun geht es um die konsequente Umsetzung. Kommunen, Länder und Bund müssen hier an einem Strang ziehen.

Auf hejyt fassen wir die wichtigsten Informationen zum Thema Flächensparen zusammen. Für detaillierte behördliche Auskünfte empfehlen wir die offiziellen Portale des Umweltbundesamtes und der zuständigen Landesbehörden.

Offizielle Informationen finden
Quelle: Bundesrepublik Deutschland · verwaltung.bund.de
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